Das Europäische Jahr 2010 (EJ 2010)

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Armut stoppen - gemeinsam handeln

Mutmacher

Felix Huby

Foto: Felix Huby

"Genaues Hinschauen üben"


Projekte, die Mut machen

Bayern

Foto:Gruppe von jungen Frauen

"Bist du sicher?" Soziale Integration durch kulturelle Bildung


Was ist eigentlich Armut?

"Armut ist relativ. Es ist eine verlogene Debatte in diesem Zusammenhang. Es geht um Teilhabe am Leben ..."

 

"Die materielle Armut ist bei größeren Familien durchaus vorhanden. Die Lebensmittelausgaben der Tafeln zeigen das sehr deutlich. Auch in die Suppenküchen kommen immer mehr. Besonders hat mich erschreckt, wie viele Senioren in den Lebensmittelausgaben anstehen ..." 


Das Europäische Jahr 2010

Das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut zu stärken und die Wahrnehmung für deren Ursachen und Auswirkungen zu schärfen. Das sind Ziele des Europäischen Jahres, das die Europäische Kommission für 2010 ausgerufen hat. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird das Aktionsjahr gemeinsam mit Verbänden und Betroffenenvertretern auf nationaler Ebene umsetzen.

...lesen Sie hier alles zum Europäischen Jahr 2010


Sie sind gefragt!

Sie haben die Möglichkeit auf drei Fragen zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung zu antworten.


  1. Was ist eigentlich Armut?




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    Die aktuellsten Antworten

    Das Sparpaket der Bundesregierung steht im Widerspruch zum Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Weil sich die Armut verschärfen wird und Obdachlosigkeit ganzer Familien zur Folge haben wird. (...)

    Armut in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft bedeutet, nicht oder nur ganz begrenzt teilhaben zu können und keine Wahlmöglichkeiten zu haben. Arm werden Menschen vor allem durch: keine Arbeit bzw. keine angemessen bezahlte Arbeit (6 Euro Stundenlohn im Osten Deutschlands, nicht fürs Straße fegen sondern im CallCenter); alleinerziehend zu sein; ein behindertes Kind zu haben oder selbst behindert / erwerbsunfähig zu sein. Krass am "arm sein" ist es, den sozialen Unterschied zu "nicht armen" zu erleben. Krass am "arm sein" ist, in einer Gegend zu leben, wo es kaum Perspektiven gibt, da heraus zu kommen - die ARGEN und Agenturen verwalten die Situation nur, schaffen aber keine Arbeitsplätze. Vermittlung ist nicht in ihrem Focus. Arm sein heißt, von einem Staat abhängig zu sein, der diese Armut verwaltet und zementiert. Den wenigsten Armen gelingt es, mit dem Vergleichen aufzuhören, ihr Selbstbewusstsein zusammenzuraffen und sich selbst eine neue Perspektive zu suchen: Selbstermächtigung!

    Armut ist: Bevormundung, keine freie Lebensgestaltung, zwangsweise Vernachlässigung der Erziehung, Unzufriedenheit, Einsamkeit, Ausgrenzung, Depression... dies sind die Wörter die mir spontan als Assoziation einfallen. Die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Erst recht, wenn man alleinerziehend und mit behindertem Kind ist. Die Lösungen der Vermittlung und somit ein Ausweg sind gleich 0. Leider! Armes Deutschland.


  2. Was macht uns Mut im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung?




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    Mut hätte mir gemacht, wenn diese Bundesregierung ein anders (...) Sparpaket schnüren würde als ausgerechnet die Einsparung von Milliarden bei den ALG II Empfängern. Mut machen mir regierungsferne Organisationen und einzelne Menschen, die sich wehren gegen die Armutsförderung von Staats wegen.

    Gute Frage. Macht es Mut, dass Einwanderer egal wie intelligent sie sind, erst mal jahrelang in eine Hauptschule müssen? Dort keine ausreichende Ausbildung erhalten und nicht gefördert werden? Macht es Mut, zu wissen, dass sie von den Lehrern für etwas schlechteres gehalten werden, für dümmer? Wünscht man sich so etwas selbst, wenn man auswandert? In einem Land, in der Integration nicht existiert, Einwanderer schlecht behandelt werden, gibt es nichts was in irgendeiner Art und Weise Mut macht.

    Mut, muss man sich immer wieder selber machen. Nicht aufgeben und selbst nach Lösungsansätzen suchen. Hilfe gibt es leider nur noch im ehrenamtlichen Bereich, der leider auch immer mehr schrumpft da viele selbst ums überleben kämpfen. Bei dem Lohnniveau nicht verwunderlich.


  3. Mutmacher: Wer oder was macht Ihnen persönlich Mut?




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    Die aktuellsten Antworten

    Die kleinen Wunder in der Entwicklung meiner Tochter.

    Mutmacher: Weil ich ein Mensch bin.

    Mir macht nichts mehr Mut. Ich glaube auch nichts mehr, schon gar nicht den Politikern. Als Alleinerziehende kämpfe ich jeden Tag um die Existenz, das kostet meine ganze Kraft.



Ursula von der Leyen:

"Wir müssen allen von Armut betroffenen Menschen auch etwas zutrauen. Sie brauchen vor allem konkrete Angebote und Unterstützung, die sie in die Lage versetzen, auf Dauer auf eigenen Beinen zu stehen."

Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, anlässlich der Auftaktveranstaltung des Europäischen Jahres 2010 (EJ 2010) in Madrid.

Video-Statement der Ministerin


Hinweise

02.08.-31.08.2010
Wanderausstellung: Werkbank statt Parkbank

Wohnungslosigkeit und Arbeit – das ist kein Gegensatz! Die Wanderausstellung zeigt fünf Menschen mit ihren Geschichten und engagierten Arbeitgebern. 

31.08.2010
VON WEGEN NIX ZU MACHEN... Handeln gegen Armut

Pfarrer Franz Meurer hat duch verschiedenste Aktionen gezeigt, dass Kirche etwas bewegen kann. An diesem Abend wird er seine Erfahrungen vorstellen und Mut machen zum selber-handeln.

noch bis zum 31.08.2010
Journalistenpreis des EJ2010

Der Preis dient der Anerkennung ausgezeichneter journalistischer Leistungen zum Themenbereich Armut und soziale Ausgrenzung. Die Teilnahme ist kostenlos. Einsendeschluss ist der 31.08.2010.

02.09.2010
Regionalkonferenz 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Landesregierung

Die Regionalkonferenz in Kaiserslautern gibt auf Grundlage des aktuellen Armuts- und Reichtumsberichts die Möglichkeit zur Problemanalyse vor Ort.


2010 Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

2010 Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

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