Das Europäische Jahr 2010
Das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut zu stärken und die Wahrnehmung für deren Ursachen und Auswirkungen zu schärfen. Das sind Ziele des Europäischen Jahres, das die Europäische Kommission für 2010 ausgerufen hat. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird das Aktionsjahr gemeinsam mit Verbänden und Betroffenenvertretern auf nationaler Ebene umsetzen.
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Sie haben die Möglichkeit auf drei Fragen zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung zu antworten.
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Was ist eigentlich Armut?
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Das Sparpaket der Bundesregierung steht im Widerspruch zum Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Weil sich die Armut verschärfen wird und Obdachlosigkeit ganzer Familien zur Folge haben wird. (...)
Armut in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft bedeutet, nicht oder nur ganz begrenzt teilhaben zu können und keine Wahlmöglichkeiten zu haben. Arm werden Menschen vor allem durch: keine Arbeit bzw. keine angemessen bezahlte Arbeit (6 Euro Stundenlohn im Osten Deutschlands, nicht fürs Straße fegen sondern im CallCenter); alleinerziehend zu sein; ein behindertes Kind zu haben oder selbst behindert / erwerbsunfähig zu sein. Krass am "arm sein" ist es, den sozialen Unterschied zu "nicht armen" zu erleben. Krass am "arm sein" ist, in einer Gegend zu leben, wo es kaum Perspektiven gibt, da heraus zu kommen - die ARGEN und Agenturen verwalten die Situation nur, schaffen aber keine Arbeitsplätze. Vermittlung ist nicht in ihrem Focus. Arm sein heißt, von einem Staat abhängig zu sein, der diese Armut verwaltet und zementiert. Den wenigsten Armen gelingt es, mit dem Vergleichen aufzuhören, ihr Selbstbewusstsein zusammenzuraffen und sich selbst eine neue Perspektive zu suchen: Selbstermächtigung!
Armut ist: Bevormundung, keine freie Lebensgestaltung, zwangsweise Vernachlässigung der Erziehung, Unzufriedenheit, Einsamkeit, Ausgrenzung, Depression... dies sind die Wörter die mir spontan als Assoziation einfallen. Die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Erst recht, wenn man alleinerziehend und mit behindertem Kind ist. Die Lösungen der Vermittlung und somit ein Ausweg sind gleich 0. Leider! Armes Deutschland.
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Was macht uns Mut im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung?
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Mut hätte mir gemacht, wenn diese Bundesregierung ein anders (...) Sparpaket schnüren würde als ausgerechnet die Einsparung von Milliarden bei den ALG II Empfängern. Mut machen mir regierungsferne Organisationen und einzelne Menschen, die sich wehren gegen die Armutsförderung von Staats wegen.
Gute Frage. Macht es Mut, dass Einwanderer egal wie intelligent sie sind, erst mal jahrelang in eine Hauptschule müssen? Dort keine ausreichende Ausbildung erhalten und nicht gefördert werden? Macht es Mut, zu wissen, dass sie von den Lehrern für etwas schlechteres gehalten werden, für dümmer? Wünscht man sich so etwas selbst, wenn man auswandert? In einem Land, in der Integration nicht existiert, Einwanderer schlecht behandelt werden, gibt es nichts was in irgendeiner Art und Weise Mut macht.
Mut, muss man sich immer wieder selber machen. Nicht aufgeben und selbst nach Lösungsansätzen suchen. Hilfe gibt es leider nur noch im ehrenamtlichen Bereich, der leider auch immer mehr schrumpft da viele selbst ums überleben kämpfen. Bei dem Lohnniveau nicht verwunderlich.
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Mutmacher: Wer oder was macht Ihnen persönlich Mut?






