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Was ist eigentlich Armut?
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Nicht laufend reden – tun. (...) Wohl dem, der gesund ist und trotzdem jammert! Armut ist für mich, unfähig zu sein, das Märchen vom "Hans im Glück" zu begreifen.
Ich verfüge zwar über ein relativ niedriges Einkommen, zähle also per Definition hinsichtlich meines finanziellen, ökonomischen Status zur Unterschicht, intellektuell und mental dagegen nicht. Ich sehe meine wirtschaftliche Situation aber im globalen und auch im historischen Maßstab und halte mich insofern keineswegs für arm./ GR
Armut ist die Unfähigkeit unserer derzeitigen Regierung. (...)
Der Begriff Armut ist zu relativieren. Jeder Mensch hat eine andere Vorstellung von Armut. Sehe ich die Gesellschaft in Europa, so kann ich sagen, dass es den "armen" Menschen hier noch relativ gut geht. Es gibt Länder in denen die Gesellschaft sich untereinander nicht hilft und dort verhungern Menschen. Mir persönlich geht es gut und ich werde helfen sobald ich sehe, dass Menschen Hilfe benötigen. Deshalb bin ich hier und das ist meine Aufgabe.
Wenn jemand eine abgeschlossene Ausbildung besitzt und dann aufgrund langer Arbeitslosigkeit von unterschiedlichen Einrichtungen zu Langzeitpraktika (6 Monate und mehr) gezwungen wird, dann ist das nicht nur arm, sondern in meinen Augen auch eine zu verurteilende Straftat!!!
Ich bin von Geburt an irgendwie auch arm, denn ich habe eine schwere Krankheit und bin damit verbunden schwer behindert. Ich habe genug damit zu kämpfen und werde von diversen Einrichtungen nur noch mehr erniedrigt. Eine Hamburger (Behinderten)-Werkstatt hat mich nur noch kränker gemacht und dies vor allem seelisch. Ein unbezahltes 6 monatiges Praktikum auf dem 1. Arbeitsmarkt mit einer wöchentlichen Arbeitzeit von 25-30 Stunden sollte noch um 1 weiteres Jahr verlängert werden. Die Hilfe zum Lebensunterhalt ist Lohn genug und eigentlich ist das noch zu viel! Ich habe gearbeitet wie eine reguläre Arbeitskraft und mein Kollege ging alle halbe Stunde eine Rauchen bei 1600 Euro Netto und ich durfte umsonst und ohne ein jegliches Dankeschön weiter arbeiten. Ungerechtigkeit pur! Zur Zeit arbeite ich wieder umsonst aber mit vollem Herzen, nämlich ehrenamtlich!!! Wann kommt der angebliche Aufschwung auch bei den sozialschwächeren bzw. kranken/schwerbehinderten Menschen an?
Armut ist das Unvermögen der Vermögenden sozial kompetent zu sein. Soziale Diskriminierung und Ausgrenzung ist geistige Armut; Klein- und Spießbürgertum unter dem Deckmantel der vermeintlichen Stützen unserer Gesellschaft.
(…) Es ist eine ungerechte Behandlung, die ALG II-Bezieher und ALG II-Aufstocker immer wieder erfahren müssen! Sozialstaat? (…) Welcher in Not geratener Deutscher hat in Deutschland ein menschenwürdiges Leben? Davon abgesehen, dass ausgerechnet bei denen, die sowieso nichts haben und jeden Tag rechnen müssen, wo jeden Tag mehr Probleme auftauchen, die Ungerechtigkeit nicht gestoppt wird! Ich sage nur: 7 Jahre lang dem Staat sein Geld geliehen (Bundeswertpapiere). Und Arge will Zinsen von 52,35 € zurück! Obwohl es Hartz IV erst ab 2005 gibt! (…) Pech gehabt. Wären es nur 50 € Zinsen, hätte ich sie behalten können. Also: Alles zurück! Warum nicht für jeden 50 € frei? Wenn Politiker und Co von Armut reden, wissen solche Leute eigentlich wovon sie reden? Irgendwer muss doch das Geld aufbringen was z. B. in das Ausland geht. Die Armen der Armen. So war es schon immer und daran wird sich nichts ändern. Auch kein Rumgerede darüber!
Armut ist das Unvermögen, am allgemeinen gesellschaftlichen Wohlstand in fairer Weise teilzuhaben. Sie macht sich bemerkbar, indem Menschen nicht über die notwendigen Mittel verfügen, die gesellschaftlich als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Sie führt zur Stigmatisierung und Ausgrenzung der Betroffenen, die als minderwertig betrachtet werden und verschärft die Chancenungleichheit der so Benachteiligten. Die Armut eines Landes zeigt sich in der Unfähigkeit, einer Gesellschaft genügend Arbeitsplätze mit einer angemessenen, fairen Vergütung für alle zu schaffen oder die vorhandene Arbeit so zu verteilen, dass jedes Mitglied der Gemeinschaft daran Anteil hat. Neben diesem Hauptübel gibt es vielfältige andere Ursachen für Armut wie Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit, für die die Gesellschaft nicht oder unzureichend einstehen will. Aber auch übermäßiger Konsum und Verschwendung können zu Armut führen, die in diesen Fällen selbst verschuldet ist.
Wenn man von seiner Arbeit seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann.
Armut bedeutet nicht nur wenig Geld, billige Nahrung und Kleidung und medizinische Minimalversorgung, sondern Ausgrenzung auf sozialer Ebene. Ist man erst mal in Hartz IV, sind Aktivitäten in Vereinen und andere Arten von Geselligkeit kaum zu finanzieren. Man muss schon "unter sich" bleiben... Schlimm ist auch das Gefühl, auf einem Abstellgleis zu stehen und wahrscheinlich nie wieder den eigenen Fähigkeiten entsprechend tätig werden zu können. Die Entmündigung durch den Gesetzgeber führt zu Resignation.
Armut im eigentlichen Sinn ist ein Mangel an lebenswichtigen Gütern. Für mich persönlich ist Armut, wenn man von dem, was man sich erarbeitet hat nicht leben kann und das wiederum ist ein Armutszeugnis für Deutschland.
Armut ist, wenn Politiker glauben, alles besser zu wissen und sich ständig selbst loben. (...)
Ohne fremdenfeindlich zu klingen, aber sollte Deutschland nicht endlich einmal anfangen, sich um seine eigenen Probleme zu kümmern? Wie kann es sein, dass ältere Menschen die 40 Jahre gearbeitet haben, eine Rente bekommen von der sie nicht einmal leben können? Oder, dass Familien mit mehreren Kindern, auf solche Hilfen wie die Tafel an gewiesen sind? Was versteht die Politik bitte unter Sozialstaat? Ausländische Mitbürger kommen hier her, weil sie immer noch denken, dass in Deutschland Milch und Honig fließen! In anderen Ländern wie der USA oder auch Canada braucht man eine Greencard und auch Eigenkapital, um dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen oder möglichst einen festen Job bevor man einreist!!! Warum unterstützen wir Griechenland? Das Land hat seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt. Warum spenden wir großzügig? Und in unserem Land gibt es soviel zu tun, trauriger Weise findet die Politik immer neue Ecken und Enden an denen man sparen kann! Was mich aber noch wütender macht: Keiner sagt es reicht!
Was ist eigentlich Armut? Nun, Armut ist Hartz IV, geistig und materiell. Nur wenige Kinder brauchen Nachhilfe, sie brauchen Förderung. (...)
Armut fängt nicht immer beim Geldbeutel an. Begrifflichkeiten wie z.B. Hartz IV sind schon viel zulange im Repertoire dieser Gesellschaft. Was ist denn bitte schön ein Hartz IV Kind? Wer macht sich denn die finanziell schwache Bevölkerung zu nutze? Vielleicht kommt einmal die Zeit wo die Reichen ihre Diener selbst gebären müssen.... Ich habe nichts gegen maßvollen Wohlstand, aber dann nicht auf Kosten sozial schwacher Menschen. Ich wünsche mir weniger geistige Armut im Lande, dann klappt es auch mit der sozialen Gerechtigkeit, aber Futterneid ist leider ein sehr tiefer Instinkt.
Armut ist das Fehlen der materiellen Mittel, die man zum Leben braucht. Das betrifft in Deutschland Essen, Trinken und eine Unterkunft, die einen privaten Rückzugsraum bietet. Weiterhin kommen noch Möglichkeiten für soziale Kontakte und geistigen Austausch dazu. Wenn diese fehlen, dann zählt das für mich ebenfalls als Armut. Die größte Armut findet sich aber in den Ämtern, die jemanden auffordern, still zu Hause zu sitzen und nicht selber aktiv zu werden, wenn man von Ihnen Unterstützung bekommen will.
Armut ist all das was hier beschrieben wird und noch viel mehr. Armut ist etwas, was sich keiner vorstellen kann, der es nicht selbst erlebt hat. Armut ist psychosozialer Stress pur. Armut ist - ausgenommen sind die Mitglieder unserer Regierung dank vorausschaubarer und vor allem nur dort machbarer maximaler Risikominimierung und maximaler Langzeitversorgung - mittlerweile ein Lebensrisiko. Nicht nur für arbeitsscheue und schlecht ausgebildete Menschen. Nicht nur HartzIV-Bezieher können ihren Kindern keine Teilhabe verschaffen, sie in Vereine stecken, ihnen Musikunterricht ermöglichen - Gutscheine oder Erhöhungen werden für diese Kinder, und das sind nicht wenige, aber nicht diskutiert.
Immer zurückstecken, niemals spontan sein, eigen Isolation aus der Gesellschaft, niemals andere Kulturen kennenlernen. Tja, erst früh Mutter geworden, dann spät eine Chance bekommen mich schulisch weiterzubilden und jetzt durch starke gesundheitliche Probleme aus der Bahn und somit aus dem Beruf und aus dem Leben geworfen worden. :-(
Meine Familie ist arm, ich hatte 1996 einen Arbeitsunfall und habe jetzt eine Rente von 648 €. Wir haben 2 Kinder und sind vom Staat im Stich gelassen worden. Jetzt hat das Amt vor, mir meine Rente zu nehmen.
Armut ist der Verlust von Selbstbestimmung. Wenn ich gezwungen werde billig einzukaufen, billig zu wohnen und meine Arbeitskraft zu einem Bruchteil ihres Wertes zu verkaufen, dann fühle ich mich arm.
Armut ist, wenn man immer zweimal überlegen muss, was man sich leisten kann und ob das Geld für das Essen diese Woche reicht. Wenn man am Rande der sozialen Norm lebt, weil schon ein Kinobesuch oder mal ein Tag im Schwimmbad oder ein kleiner Einkaufsbummel nicht möglich sind. Und Armut ist relativ. Man kann arm sein, weil man einfach kein Geld hat, man kann aber auch arm sein, wenn man nach "normalen" Standards gut Geld verdient aber so viele Münder zu stopfen hat, dass es trotzdem zu wenig ist.
Ohne eine grundlegende Reform unseres Geldsystems (Abschaffung des Zins- und Zinseszins), Wiedereinführung einer warengedeckten Währung und Entkoppelung vom Privat-Dollar, wird das Geld in immer größerem Tempo von unten nach oben wandern. So wird grundlegende Armutsbekämpfung nur ein frommer Wunsch bleiben.
Armut ist, die Ausgrenzung von Menschen von der Teilnahme am gesamten gesellschaftlichen Leben, auch nur an alltäglichen Möglichkeiten des, der Entwicklung des Einzelnen dienenden, Beisammenseins.
Die Armut der dritten und vierten Welt ist der Preis für den Wohlstand der westlichen Industrienationen und durchaus gewollt. Wohlstand auf Kosten Anderer ist moralisch nicht zu rechtfertigen. Wir müssen die Politik ändern und dem bedingungslosen Kapitalismus die rote Karte zeigen.
Ich schäme mich ein Deutscher zu sein. Meine Mutter und meine Tante haben das ganze Leben für Deutschland geschuftet und dann bekommen sie nur eine kleine Rente mit der man nicht leben kann. Was für eine Politik ist das und wo soll das noch enden? (…)
(...) Ein fünfgliedriges Schulsystem schafft bewusst Verlierer, obwohl diese gar nicht "Bildungsfern" sind, sondern von einer Mehrheitsgesellschaft erst dazu gemacht werden, zum Erhalt von Privilegien. Und dieses Land schämt sich nicht und meint ein Teil des "christliches Abendlandes" zu sein - dann wünsche ich das fortschreiten des Islam - der ist in seiner Ausrichtung sozialfreundlichher - solidarischer!
Armut ist das, was man heute mit den älteren Menschen anstellt. Obwohl die Rente auf Grund dessen, dass es im Lebenslauf Zeiten der Arbeitslosigkeit und Zeiten mit Dumpinglöhnen gab, nicht ausreicht, wird man zwangsverrentet. Die Menschen werden immer älter; die Chancen, 80 Jahre und mehr zu leben sind gut, und somit sind wir auch viel länger als frühere Generationen in der Lage, für unseren Lebensunterhalt zu sorgen. Dennoch wird man 20 Jahre vorher schon aus dem Erwerbsleben rausgedrängt. Die Zwangsverrentung kommt einer Entmündigung gleich! Es muss jeder Mensch selbst für sich die Entscheidung treffen, wann er aufhören möchte, zu arbeiten. Wenn jemand gesundheitlich nicht dazu in der Lage ist, dann muss die Solidargemeinschaft ihn unterstützen. Aber das Lebensalter allein darf kein Kriterium sein. Armut ist auch, wenn man auf Grund des Lebensalters von Versicherungsleistungen, Dienstleistungen der Banken, Bildung ausgeschlossen - und damit aus der Gesellschaft - ausgeschlossen wird.
Das Sparpaket der Bundesregierung steht im Widerspruch zum Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Weil sich die Armut verschärfen wird und Obdachlosigkeit ganzer Familien zur Folge haben wird. (...)
Armut in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft bedeutet, nicht oder nur ganz begrenzt teilhaben zu können und keine Wahlmöglichkeiten zu haben. Arm werden Menschen vor allem durch: keine Arbeit bzw. keine angemessen bezahlte Arbeit (6 Euro Stundenlohn im Osten Deutschlands, nicht fürs Straße fegen sondern im CallCenter); alleinerziehend zu sein; ein behindertes Kind zu haben oder selbst behindert / erwerbsunfähig zu sein. Krass am "arm sein" ist es, den sozialen Unterschied zu "nicht armen" zu erleben. Krass am "arm sein" ist, in einer Gegend zu leben, wo es kaum Perspektiven gibt, da heraus zu kommen - die ARGEN und Agenturen verwalten die Situation nur, schaffen aber keine Arbeitsplätze. Vermittlung ist nicht in ihrem Focus. Arm sein heißt, von einem Staat abhängig zu sein, der diese Armut verwaltet und zementiert. Den wenigsten Armen gelingt es, mit dem Vergleichen aufzuhören, ihr Selbstbewusstsein zusammenzuraffen und sich selbst eine neue Perspektive zu suchen: Selbstermächtigung!
Armut ist: Bevormundung, keine freie Lebensgestaltung, zwangsweise Vernachlässigung der Erziehung, Unzufriedenheit, Einsamkeit, Ausgrenzung, Depression... dies sind die Wörter die mir spontan als Assoziation einfallen. Die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Erst recht, wenn man alleinerziehend und mit behindertem Kind ist. Die Lösungen der Vermittlung und somit ein Ausweg sind gleich 0. Leider! Armes Deutschland.
Andere werden mit fremder Arbeitskraft immer reicher, der mit seiner eigenen Arbeitskraft immer ärmer.
Armut ist, mit 56 Jahren als Alleinerziehende mit einem Kind von Hartz-IV leben zu müssen. Zu alt für den Arbeitsmarkt zu sein - trotz akademischer Ausbildung - und der zuständige Vater alle legalen Möglichkeiten findet, noch nie etwas für sein Kind bezahlen zu müssen. Das geht in Deutschland! Armut heißt, von der ARGE für Beschäftigung gefordert zu werden, aber nicht (oder kaum) gefördert und nur schlecht und unwillig betreut zu werden. Armut heißt, dass Krankenkassen selbst in dieser schwierigen Lebenssituation von alleinerziehenden Hartz-IV-Bezieherinnen ordentliche Zuzahlungen für die Zahnspange des Kindes bzw. dringend notwendigen Zahnbehandlungen fordern, ohne dass man weiß, wie das alles finanziert werden kann. Ab dem 15. des Monats muss mit jedem Euro und jedem Cent gerechnet werden. Und dann kommen noch die Sonderwünsche von den Lehrern - Ausflug hier, Museumsbesuch dort... Armut in Deutschland heißt, jeden Tag um Geld zu kämpfen, und das 12 Monate im Jahr.
Ich bin 53 Jahre und bekomme Hartz IV. Ich habe eine Familie und streite seit zwei Jahre mit dem Rentenversichungsträger und dem Versorgungsamt, um eine Klarstellung zu bekommen. Aus diesem Grund bin ich ausgegrenzt von der Teilhabe am Arbeitsleben und somit bin ich sozial ausgegrenzt. Armut, ja die geht vom Regelsatz aus. Denn der wird mit Brutto angegeben, man bekommt aber nur Netto. Wer von der Politik und der Regierung hat den Mut zu sagen, was das reale Existenzminimum ist? Wenn ich schon das Wort JobCenter höre, werd ich sehr schwer. Allein von 2005 bis jetzt ging ohne Sozialgericht überhaupt nichts, weil keiner wirklich weiß was los ist. (...)
Ich bin 52 Jahre alt, bekomme Hartz IV und ich muss mit 30 Euro leben. Komme aus der Gegend von Dieburg Darmstadt. Von der Kreisagentur wird man nicht gut betreut.
Armut - Ja, es gibt sie. Muss es Armut geben? Nein! Nicht jeder hat das Glück reich geboren zu sein oder einen festen Job zu haben - aber jeder kann mithelfen den schwächeren unter die Arme zu greifen. Es gibt Begegnungsstätten, Essensausgaben oder wie bei uns die Teestube. Dort können ärmere Menschen essen, es kostet ein paar Cent. Das Problem ist, dass nur wenige ehrenamtlich arbeiten, betroffene Menschen einfach an die Hand nehmen und sie dort hin bringen. Aus Angst oder weil es ihnen peinlich ist, gehen sie nicht alleine dorthin. Hungern muss in Deutschland keiner. Wir haben es verlernt, uns um andere zu kümmern. Wir sind einsam in der Gruppe, weil jeder nur noch an sich selber denkt.
Man versteht auch unter Armut, wenn die Regierung nicht in der Lage ist, das Volk gegen Bossing und Mobbing zu beschützen. Ein Mensch ohne gesunde Seele ist mehr als arm. Bossing und Mobbing, sind neue Formen von Terror. Das Volk braucht Hilfe. Und wo ist die Regierung, um zu helfen? Wir haben keine Zeit mehr und die Menschen sind Tag für Tag krank.
Armut ist das Schlimmste, was es gibt. Ich erfahre selbst seit 5 Jahren, wie es ist, wenn man mit 20 Euro die Woche einkaufen gehen muss, weil es einfach nicht reicht. Und wenn man dann mit 51 Jahren zu hören kriegt, dass man zu alt für ein Umschulung ist, und statt dessen in einen dreimonatigen Kurs gesteckt wird, der auch nicht billig ist und wo man lernt, wofür andere 1 Jahr brauchen, und dann eine Prüfung absolvieren. Warum wird da gespart?
Armut ist, dass man sich keine normale Ernährung mehr leisten kann. Mit 65 in Rente geht und vielleicht noch 20 Jahre in Armut lebt, darüber sollte jeder mal nachdenken.
Armut ist das Schlimmste, was es gibt. Die Zahl der Bedürftigen ist erschreckend, vor allem die KINDERARMUT in Deutschland ist so groß wie lange nicht mehr. Anstatt diesen Menschen zu helfen, werden sie noch dafür bestraft dass sie nicht mit einem golden Löffel im Mund geboren werden. (...)
(...) Alle die unter Armut leiden werden doch von denen die was zu entscheiden haben übersehen! Man muss sich mehr für die Armen als für die Reichen einsetzen! (...) Tragisch das es im reichen Deutschland über 5 Millionen arme Kinder gibt, die ohne die Hilfe der Tafel und anderen Organisationen schlicht verhungern würden!
Armut ist für mich, wenn die Politiker eines reichen Landes ihre Diäten erhöhen, statt sie zu halten, so weit von hungernden u. armen Menschen - vor allem von Kindern - entfernt sind, daß sie das Elend nicht mehr sehen, geschweige denn mitfühlen können. Wenn das Geld im Monat nicht mal zur Bekämpfung von Hunger reicht, geschweige denn für notwendige Anschaffungen oder Kultur, nicht für Bildung und nicht für Bewegungsfreiheit. Armut ist für mich die Ohnmacht der einfachen Menschen gegenüber der Politik, die sie nicht mitbestimmen, sondern nur ausbaden müssen. Armut in einem reichen Deutschland ist für mich inmitten von Delikatessen verhungern zu müssen, oder um das einfachste, natürlichste Bedürfnis - Essen u. Trinken - betteln zu müssen. (...)
Ich habe weniger als 20,00 Euro zum Leben im Monat aber laut Sozialamt bin ich nicht bedürftig. Hunger tut weh (...) Ich kann meine Medikamente nicht holen, da ich die Zuzahlung nicht habe, werde also in absehbarer Zeit ein Pflegefall werden (...)
Armut ist, wenn man um die richtige Errechnung des Hartzvierbescheides kämpfen muss und den Kindern das Eis verwehren muss (...) Wenn es, überhaupt kein Fleisch oder Fisch (...) in der Woche auf dem Tisch gibt! Vom Frischgemüse ganz zu schweigen. Wenn Halbwaisenrenten auf Unterhaltvorschuss angerechnet wird, armes/reiches Deutschland!!!
Meiner Meinung nach muss es wieder leichter werden, als bedürftiger Mensch Hilfe zu erhalten. So sollte zum Beispiel Wohngeld aus dem sog. Hartz IV Bezug ausgekoppelt werden. Vielen Menschen die Anspruch auf Wohngeld hätten, weil sie trotzdem sie arbeiten gehen unter dem Existenzminimum liegen, ist es peinlich, Hartz IV zu beantragen. Indirekt müssen dann die Kinder auf Vieles verzichten.
Armut bedeutet, wenn in einem an sich reichen Land Kinder verhungern und elendig sterben müssen und jeder wegsieht, weil er sich nicht verantwortlich fühlt. (...) Arm ist unser an sich reiches Land, weil unzählige Menschen auf Tafeln und Suppenküchen angewiesen sind, weil sie einfach nicht genug zum Leben haben, teilweise trotz Arbeit. Arm bin ich NICHT, obwohl ich mit meinem Verdienst (650 Euro) unter der Hartz IV Grenze mit meiner Familie lebe, denn ich habe meine Kinder die gesund sind und mich lieben auch, wenn wir auf vieles verzichten müssen.
Reich ist unser Land der Ideen durch schulische, d.h. einfache und gute Ideen: Die Bürgerinitiative "Stimmen und Gesichter gegen Mobbing" aus Berlin dokumentiert den Widerstand Verantwortlicher gegen die wachsende Verarmung des demokratischen Staates durch die bewusste Entwürdigung und Ausgrenzung des Menschen am Arbeitsplatz.
Materielle Armut ist das Eine. Bafög wird nicht erhöht. Dafür wird es mehr Stipendien geben. Wer wird diese Stipendien in Anspruch nehmen? Das sind doch 100 % wieder Familien, die dem ganzen "Formularkrieg" auch gewachsen sind. Also nicht Otto Normalverbraucher, für den es doch gedacht sein sollte. Wenn es uns nicht gelingt "Bildung für alle" anzubieten, gehen wir einer schlimmen Zeit entgegen. Es werden doch heute schon nur noch "Fachkräfte" gesucht. >Hilfsarbeiter gibt es kaum noch oder können im Niedriglohnsektor ihre Familien (ohne staatliche Hilfe) nicht ernähren.
Auch die sogenannten Weltreligionen sind mitverantwortlich und nur ein gemeinsamer Konsens kann dem abhelfen.
Wenn man kein Geld für Essen hat.
Armut entsteht dort, wo andere sich auf Kosten der Armen bereichern. Denn würde man den Reichtum miteinander teilen, so gäbe es keine Armut. Das Übel liegt zunächst in der Sichtweise von Eigentum, Verdienst und Besitztum. Solange ein System für gerecht gilt, welches seinen Wohlstand und Reichtum durch die schamlose Übervorteilung von Arbeitssklaven, der Förderung von käuflichen Regierungen und der seit Jahrhunderten stattfindenden Entrechtung der Mehrheit der Menschen "erwirtschaftet"; bleibt dieses System den Armen schuldig, ihren Reichtum mit ihnen zu teilen und nicht noch durch ihr Finanz- und Wirtschaftssystem die Grundlage des Lebens zu entziehen. Armut geschieht nicht, Armut wird erzeugt und produziert. Sie wird nicht von den Armen produziert, sondern von den Reichen, die in ihrer Habsucht und Gier völlig maßlos, die ganze Erde mit allem besitzen, beherrschen und vernichten (Ölpest im Golf von Mexico) wollen.
Armut ist nach meiner Ansicht die mangelnde Teilhabe am ökonomischen und sozialen gesellschaftlichen Leben. Ein Motto dafür könnte auch kurzgefasst lauten: Alle haben die gleichen Rechte und Pflichten.
Armut ist relativ. Es ist eine verlogene Debatte in diesem Zusammenhang. Es geht um Teilhabe am Leben. Es kann nicht sein, dass es eine Pfändungsgrenze von über 900 Euro gibt, aber die Regelsätze weit darunter liegen. Von einigen Verdiensten ganz abgesehen. Wenn man dann noch zur Ausgabe von Gutscheinen statt Geld kommt, haben wir jeden Anspruch verloren, uns als Sozialstaat zu bezeichnen. Solange es Tafeln gibt, weil Leute darauf angewiesen sind, haben wir Armut, und das ist eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt.
Die materielle Armut ist bei größeren Familien durchaus vorhanden. Die Lebensmittelausgaben der Tafeln zeigen das sehr deutlich. Auch in die Suppenküchen kommen immer mehr. Besonders hat mich erschreckt, wie viele Senioren in den Lebensmittelausgaben anstehen. Sie schämen sich besonders - obwohl sich die Gesellschaft schämen müsste, dass es in diesem Land Armut gibt. Ich bin mir sicher, es ist genug für alle da - es ist nur grottenschlecht verteilt. Ich kann die Verärgerung der Menschen gut verstehen, wenn dann in Niedersachsen die Diäten erhöht werden. Man versteht die Politiker nicht mehr und sie verstehen die Wähler nicht mehr.
Armut ist: Wenn man unterhalb der Armutgrenze leben muss ....
In Deutschland gibt es keine Armut? In Afrika ist es schlimmer? Es gibt immer Orte, an denen es schlimmer ist. Aber so durch's Leben zu gehen ist wenig beruhigend. Hartz-4 breitet sich in einigen Vierteln aus wie eine Krankheit, die man den Menschen oft nach kürzester Zeit schon ansieht. Kommt nach Wuppertal oder dreht eine Runde durch den Pott, und ihr seht Armut. Fahrt in die Vororte von Paris, Lyon, Marseille, Strasbourg, und ihr wisst, was ein Leben "unter dem Existenzminimum" bedeutet. Ich bin traurig darüber, wieviele Menschen aus ihrem Häuschen gucken und ernsthaft sagen: "Es gibt hier keine Armut.". Traurig, aber wahr.
Armut ist die Unfähigkeit, den eigenen Reichtum zu erkennen.
Die materielle Armut in Deutschland wird oftmals verdeckt! Die intellektuelle Armut allerdings ist gerade in letzter Zeit sehr deutlich sichtbar! Unsere sogenannte politische Elite zieht sich (ohne Sanktionen) ins Private zurück und lässt eine große "Verantwortungsarmut" dann doch sichtbar werden!
Natürlich gibt es in Deutschland Armut. Natürlich andere Armut als z.B. in Äthopien, doch trotzdem leben hier viele Menschen unter oder dicht an der Armutsgrenze. Vor allem Kinder und junge Erwachsene sind betroffen, die durch ihre Armut auch noch zu sozialen Außenseitern mutieren und somit auch psychisch belastet sind. Es gibt 1,02 Millionen minderjährige Sozialhilfeempfänger in Deutschland. Panikmache? Wohl kaum.
Mal ehrlich, in Deutschland gibt es doch gar keine Armut. Ich meine, hier hat jeder was zu essen und kriegt ne Krankenversicherung. Guck doch mal in wirklich arme Länder oder aber in Länder wie die USA. Die haben gar kein soziales Netz. Ist doch hier alles Panikmache.
Mich würde mal interessieren, was wirklich in Deutschland gegen Armut getan wird. Ich meine, gerade in Berlin hat man das Gefühl Armut ist sehr präsent. Dagegen habe ich nicht wirklich das Gefühl, dass der Staat etwas dagegen tut.



