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Mutmacher: Wer oder was macht Ihnen persönlich Mut?
Die Antworten
Angela Merkel
Ich mache mir Mut.
Mutmacher ist die gefühlte Ungerechtigkeit, das Aufbegehren gegen die unerträgliche Situation und die gern verbreiteten Ansichten, das Armut immer ein Selbstverschulden darstellt. (...)
Mir machen meine Arbeit als Lokalreporterin und meine zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten Mut. Ich lasse mich nicht von der Teilhabe am Leben abhalten. Hartz IV schränkt mich zwar erheblich in meinen Möglichkeiten und meiner persönlichen Entwicklung ein, aber.... was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Mut mache ich mir selbst und für meinen Mut werde ich mit Anerkennung meiner Mitmenschen belohnt. Es ist, als lebe man von "Luft und Liebe"... was leider nicht ganz reicht...
Mir persönlich macht Mut, dass im Jahre 2013, oder früher, Bundestagswahlen sind!
Persönlich Mut macht mir der Geschäftsführer der ARGE Stralsund, Herr Peter Hüfken. Er ist konsequent gegen Lohndumping/sittenwidrige Löhne ins Feld gezogen und hat, wenn nötig durch Klagen, über 100.000 Euro Steuergelder für die ARGE von verschiedenen Arbeitgebern zurück geholt. Durch sein Vorbild gehen nun in vielen Bundesländern die Verantwortlichen der ARGEn nach seinem "Modell" vor und dies ist vielleicht ein Anfang davon, dass sich Arbeit wieder lohnt! Also nicht alles, was in Ämtern geschieht, ist Mist! Die Mehrzahl der Mitarbeiter sind keine "nur Kaffee trinkende Faulpelze". Schwarze Schafe gibt es überall, aber auch viele Mitarbeiter mit Herz.
Mir persönlich macht ein bestimmter junger Mensch Mut, der sich, trotz aller Widerstände durch Ämter und Behörden, die jede Entwicklung hin zu mehr selbstbestimmtem Leben bremsen wollen, auch durch Hunger, Durst und Krankheiten, die nicht behandelt werden, weil er nicht versichert ist, nicht davon abbringen lässt, eine Ausbildung und endlich einen Schulabschluss schaffen zu wollen. Solange es solche Menschen gibt, gibt es noch Hoffnung für die Menschheit, falls diese Menschen es schaffen, nicht zu verhungern oder zu verdursten. Denn wenn sie sterben, dann stirbt auch immer ein Stück solchen Willens zum Durchhalten bevor er genetisch weitergegeben werden kann. Am Ende bleiben dann nur noch Schlechtmenschen übrig und das ist keine Zukunft, die ich mir ausmalen will, obwohl so manches Amt anscheinend alles unternimmt, um so eine schwarze Zukunft zu fördern.
Mut mache ich mir selbst. Ich bin es, der mein Leben bestimmt. Ich bin es, der Ideen produziert und ich bin es, der für diese Ideen kämpft. Mut macht mir auch die Geschichte, als ein Teil des deutschen Volkes seinen ganzen Mut zusammennahm und gegen die Ungerechtigkeit auf die Strasse ging. Leider ist es ein Unterschied ob man gegen einen totalitären Staat aufsteht oder gegen ein korruptes Wirtschaftssystem.
Im Konjunktiv wäre diese Frage für mich zu beantworten. Ich hätte auch keine Probleme damit, zu beschreiben, was mir den Mut nimmt. Aber so? Man will also das öffentliche Bewusstsein für Ursache und Wirkung stärken? Ich behaupte, dass dieses Bewusstsein bei nicht wenigen Bürgern bereits seit langem vorhanden ist - inklusive einer recht konkreten Vorstellung über gangbare Lösungen. Diese werden aber immer wieder daran scheitern, dass sie Geld kosten oder unpopulär sind oder gar beides. Und daran, dass die Betroffenen keine Lobby haben und/oder sich aus ganz unterschiedlichen Gründen kein Gehör verschaffen können. Und daran, dass die Ziele derjenigen, die über diese Lobby verfügen hierbei kontraproduktiv sind. Und daran, dass die Lösungen Zeit brauchen, um Wirkung zu entfalten; Zeit die deutlich länger ist als eine Legislaturperiode. Eine Politik, die dem Mut hat solche Wege trotzdem zu gehen, die das Volk im Blick hat und nicht den Machterhalt - DAS würde mir Mut machen!
Ich habe vor neun Jahren erkannt, wie verlogen diese Welt doch ist, nachdem ich mit Medikamenten fast todtherapiert wurde. Was ich ertragen musste, wünsche ich keinem. Wenn man nicht so geldabhängig wäre, dann hätte ich das gar nicht erleben müssen. Es lag an Armut, dass ich mir keine Naturheilkunde leisten konnte. Das Verlangen hatte ich schon vor der Katastrophe. Ich musste mir selbst helfen und kann von Glück sagen, dass ich mich mit natürlichen Mitteln da heraus gerettet habe. Seitdem meide ich Ärzte. Schmerzensgeld? Hätte ich verdient. Aber die Götter in Weiß haben immer recht. Krankenkasse? Kann ich nicht nutzen. Da man dort nur chemische Mittel bekommt, die ich gar nicht mehr vertrage.
Mutmacher gibt in diesem Lande nicht. Vorbilder schon gar nicht, siehe Duisburg. Wer soll Mutmacher sein? (…) Deutschland ist ein Land im Abstieg. Moralisch, wirtschaftlich, geistig - intellektuell, was und wer soll da Vorbild oder Mutmacher sein? Und wenn, ist da einer unter Millionen, wie Herr Siggelkow in Berlin - Marzahn und Hamburg, ansonsten ist dieses Land eine graue Wüste!
Die kleinen Wunder in der Entwicklung meiner Tochter.
Mutmacher: Weil ich ein Mensch bin.
Mir macht nichts mehr Mut. Ich glaube auch nichts mehr, schon gar nicht den Politikern. Als Alleinerziehende kämpfe ich jeden Tag um die Existenz, das kostet meine ganze Kraft.
Die Liebe meiner Familie und die Tatsache, dass ich meinen Beitrag für Bedürftige leiste, als ehrenamtliche Mittarbeiterin der Tiertafel. Denn nichts ist schöner als ein nettes und ehrliches Dankeschön der vielen Tierbesitzer die ihre Lieblinge durch unsere Arbeit behalten können.
Die Liebe meiner Kinder, die ich mit keinem Geld der Welt erkaufen kann und mein unerschütterlicher Glaube, dass es doch irgendwann einmal besser werden muss.
Das ich nicht allein bin macht mir persönlich Mut. Meine Familie, meine Kollegen und Menschen, die wissen - sie können sich auch auf mich verlassen. Eine funktionierende Nachbarschaft (kleine Gemeinde) ohne Einmischung und der Glaube. (Ps 23 ist immer passend) Ich hoffe Kirche wird sich auch bald positionieren- Zeit wäre es.....
der technologische Fortschritt macht Mut !
Die Liebe und das Vertrauen meiner Familie und der Glaube an eine größere Kraft, die mich immer wieder mit Energie füllt.
Mein eigener Lebenslauf ,der nach einer Weisheit aus Afrika verlief: "Ein Mensch wird das, was er werden will".
Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zu frischen Wasser, er erquicket meine Seele. Er leitet mich auf rechtem Pfad, getreu seinem Namen , Und muss ich auch wandern in finsterem Tal, ich fürchte kein Unglück, denn Du bist bei mir. Dein Stock und Dein Hirtenstab, die geben mir zuversicht. Du hast einen Tisch mir bereitet vor den Augen der Feinde. Du salbst mein Haupt mir Öl, mein Becher ist gefüllt bis zum Rand. Es geleiten mich Deine Gnade und Huld, durch alle Tage des Lebens. Und wohnen darf ich im Hause des Herrn immerdar Focusieren Sie nicht auf die Armut, sondern immer wieder auf diesen Psalm und Sie werden Veränderungen in Ihrem Leben entdecken, die unbeschreiblich sind. Glauben Sie an Gott und Seinen Sohn Jesus Christus. Er ist es der unser Leben total verändern kann. Die Psalmen sind wunderbar!
Mir macht es Mut zu wissen, dass man mir meine Bildung niemals nehmen kann. Und deshalb kann man mir auch meine Würde nicht nehmen.
Das soziale Gefüge bewegt sich nicht wirklich: Weder wird eine Integration der Gescheiterten in die Gesellschaft vorangebracht, noch können diese aus dem Unrechtssystem aussteigen, ohne noch weiter abzusinken.
Mir macht Mut, dass es Menschen gibt, die sagen: In einem Land wie diesem darf es keine "Tafeln", keine "Täglich-Brot-Inseln", keine "Archen" geben. Es gibt Menschen, die deutlich sagen, wie erbärmlich politische Entscheidungen sind, die solche Einrichtungen notwendig machen. Mut macht auch, dass es Sendungen wie "Neues aus der Anstalt" gibt - ein (Eulen-)Spiegel, der uns allen vors Gesicht gehalten wird.
Wenn Menschen nach langen persönlichen Krisen, langer Arbeitslosigkeit eine Chance in einem Betrieb mit ordentlicher Bezahlung bekommen und diese auch wahrnehmen können.
Das Wissen über die Bibel und die Kraft Gottes, die diese unhaltbaren Zustände für die Menschen beenden werden.
"Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!"
Mir imponiert das soziale Engagement von Karl Heinz Böhm. Er ist einer der wenigen, die über Jahre hinweg glaubwürdig für die Belange von Kindern eintritt.
Es gibt ja genügend Prominente, die sich auch einsetzen. Sei es Bono oder Sting oder auch Veronica Ferres. Ich finde es gut, dass sie ihre Popularität dafür ausnutzen. Schade, dass das nicht mehr machen.



